Bei amétiq gibt es Menschen, die mitdenken, mitlenken – und manchmal auch mitjonglieren. Maria ist so ein Mensch. Sie ist Datenschutzverantwortliche, interne IT-Projektleiterin, Release-Managerin, Berufsbildnerin und Dreh- und Angelpunkt für vieles, was im Hintergrund läuft.
Ihre Rollen sind vielseitig wie sie selbst: naturverbunden, engagiert, pragmatisch. Ob im Garten, bei einer Jonglier-Convention oder beim Feinschliff eines Onboarding-Prozesses: Maria bringt Struktur ins Chaos und Menschlichkeit in die IT.
Wir haben mit ihr über ihren Werdegang, ihre vielen Aufgaben bei amétiq und die Freude gesprochen, wenn alles zusammenläuft – egal, wie viele Hüte sie dabei gleichzeitig trägt.
Werdegang & Einstieg bei amétiq
Maria, wo bist du, wenn der Laptop zugeklappt ist?
Am liebsten draussen unterwegs! Ich wohne in einem echten Wanderparadies – wenn’s nach den gelben Wegweisern geht, bin ich meistens nicht weit. Ansonsten bin ich gerne im Garten, jongliere oder verarbeite Gemüse und Food Waste zu neuen Kreationen. Im Winter liebe ich es gemütlich: ein gutes Buch, ein warmer Kachelofen und die Küche als Kreativraum. Und weil mir Nachhaltigkeit wichtig ist, engagiere ich mich ehrenamtlich bei der Food Sharing Schweiz Initiative sowie bei der Schweizer Jonglier-Convention JonGlarus 2025.
Was hat dich zu amétiq geführt?
amétiq vereint zwei Welten, die mich schon lange begleiten: IT und Medizin. Ich habe als Systemtechnikerin EFZ in der IT-Branche gestartet und später den Bachelor in Physiotherapie gemacht. Dadurch kenne ich den Praxis- und Klinikalltag aus erster Hand – und genau da sehe ich grosses Potenzial, mit IT wirklich etwas zu verbessern.
Arbeitsalltag & Werte
Maria, du hast bei amétiq viele Hüte auf. Wie würdest du selbst deine Rollen im Unternehmen beschreiben?
Unsere Abteilung Betrieb & Sicherheit arbeitet bereichsübergreifend mit vielen Teams zusammen, und da passt meine ursprüngliche Jobbezeichnung interne IT-Projektleiterin eigentlich ganz gut. Ich kümmere mich unter anderem um das Life Cycle Management, die Software-Inventarisierung und Sicherheitsmassnahmen. Ein grösseres Projekt, das ich begleiten durfte, war die Migration unseres Maildienstes von Zimbra zu Outlook – fachlich spannend und organisatorisch eine gute Herausforderung.
Neben der Projektarbeit bin ich auch Berufsbildnerin für unsere drei ICT-Lernenden. Diese Aufgabe liegt mir besonders am Herzen. Vielleicht auch, weil ich viele ihrer Themen selbst in meiner Ausbildung zur Systemtechnikerin erlebt habe. Und zusätzlich unterstütze ich im Release-Management, wenn neue Versionen von amétiq siMed geplant und ausgerollt werden. Es ist eine schöne Mischung aus Technik, Organisation und Teamarbeit – und manchmal fühlt es sich tatsächlich wie Jonglieren an: mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft halten, den Überblick behalten und trotzdem immer mit beiden Beinen am Boden bleiben. Genau das mag ich.
Anfangs haben uns die Mitarbeitenden von amétiq geholfen, alles einzubinden. Inzwischen können wir sehr viel selbst machen, das spart Zeit und Geld. Dank der Flexibilität von amétiq siMed sind wir ganz nah dran an einem One-Stop-Shop, das war mir sehr wichtig.
Welcher deiner Hüte gefällt dir am besten und wieso?
Der beste Hut ist definitiv der Hut der internen IT-Projektleiterin. Ich habe dort die Möglichkeit, die Bedürfnisse der Teams zu analysieren und Vorschläge für die Verbesserung von Prozess oder Softwareproblemen zu machen. Gleichzeitig kann ich Faktoren angehen, die schon lange stören und versuchen, sie zu vereinheitlichen und damit zu verbessern. Zum Beispiel mein erstes Projekt, eine einheitliche Virtualisierungslösung für das Testen von amétiq siMed auf diversen macOS und Windows Versionen zu finden. Zu Beginn hatte jeder eine andere Lösung, wer über welche Lizenzen bestimmen durfte und das Teilen der VMs untereinander war nicht nachvollziehbar. Mit der einheitlichen Einführung von Parallels läuft dies nun reibungsloser. Es macht mir Spass, mit verschiedenen Mitarbeitenden in Kontakt zu treten und ihre Bedürfnisse zu erfragen. Diese möglichst alle miteinander zu vereinbaren, gestaltet sich manchmal schwierig. Aber auch dieser knifflige Part macht mir Freude.
Wie bist du zum Thema Datenschutz gekommen und was fasziniert dich daran?
Der Auslöser war das Projekt zur Umsetzung des revidierten Datenschutzgesetzes (revDSG), in das mich mein Chef Sandro Stamm geholt hat. Ich habe damals gemerkt: Viele versuchen, das Thema nebenbei zu stemmen, aber es gab keine zentrale Verantwortung. Für mich war klar: Wenn ich mich damit befasse, dann richtig. Deshalb habe ich die Weiterbildung zur Datenschutzbeauftragten gemacht. Halbe Sachen liegen mir nicht.
Was mich am Datenschutz besonders fasziniert, ist seine Relevanz für unser tägliches Leben. Es ist kein rein technisches Thema, es betrifft uns alle. Ein aktuelles Beispiel ist die Änderung bei Meta, wo Nutzerdaten aus Instagram, WhatsApp und Facebook für das Training ihrer KI verwendet werden sollen. Datenschutz zwingt uns, unser digitales Verhalten zu hinterfragen. Für mich hat das Thema das Potenzial, uns als Menschen zu mehr Bewusstsein und Respekt zu führen – im Umgang mit unseren Daten und miteinander.
Du bildest unsere ICT-Lehrlinge aus. Was liegt dir dabei besonders am Herzen?
Ich habe meine Ausbildung bei einem globalen IT-Riesen (Sun Microsystems) gemacht. Wir waren damals acht Lernende im Betrieb und haben den internen Support geleistet. Ich durfte sogar einmal dem CEO von Sun Schweiz bei einem Installationsfehler helfen. Diese Verantwortung und gleichzeitig die Wertschätzung, die ich dort erfahren habe, haben meine Arbeitsmoral geprägt. Ich fühlte mich nie wie «der Stift», sondern wie eine ernst genommene Mitarbeiterin.
Genau dieses Gefühl möchte ich auch unseren Lernenden mitgeben. Sie sind von Anfang an ein wichtiger Teil unseres Betriebs – gemeinsam mit Hame und mir sorgen sie dafür, dass MacBooks, Software, Netzwerk und Sicherheit im Büro in Pfäffikon SZ reibungslos funktionieren. Natürlich erwarten wir im Gegenzug auch Engagement, Selbstständigkeit und transparente Kommunikation – genau das macht gute IT-Arbeit aus.
Gibt es ein Projekt, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ja, die Migration unseres internen E-Mail-Services von Zimbra zu Outlook, also wie wir als Firma ausserhalb von amétiq siMed kommunizieren. Das Projekt kam nach der Einführung von Microsoft Teams ins Rollen, denn um die Funktionen der Microsoft Collaborative Suite voll nutzen zu können, war dieser Wechsel nötig.
Für unsere Kundenberater:innen hat das einen echten Mehrwert geschaffen: Sie können nun Demos über Teams halten und gleichzeitig ihre gesamte Kommunikation über eine zentrale E-Mail-Adresse abwickeln.
Ich durfte die Projektplanung und Bedürfnisanalyse übernehmen und habe viel über die Verknüpfung unserer User mit E-Mail-Adressen, Gruppen und Berechtigungen gelernt sowie über Outlook selbst. Die technische Umsetzung konnte ich nicht direkt begleiten, da ich bis dahin wenig mit Microsoft gearbeitet hatte. Deshalb haben wir uns Verstärkung geholt: Unser IT-Partner Cross-IT GmbH war hier die perfekte Ergänzung. Die Zusammenarbeit mit Cross-IT, amétiq und amétiq connect ag war sehr konstruktiv und hat entscheidend zum Gelingen beigetragen.
Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist: Am Morgen nach der Migration gab es – neben den üblichen kleineren Problemen – viele positive Rückmeldungen. Einige Kolleg:innen hatten gar nicht bemerkt, dass etwas umgestellt wurde, weil mit den bereitgestellten Anleitungen alles reibungslos funktionierte. Dieses Feedback hat mich sehr gefreut und motiviert.
Wenn du auf die letzten Jahre bei amétiq zurückblickst: Worauf bist du am meisten stolz?
Ich bin ja noch nicht so lange dabei und generell tue ich mich schwer, meine Erfolge zu feiern, wenn es noch so viel zu tun gibt. Dies ist ein eher mühsamer Charakterzug meinerseits und kann zu gewisser Frustration führen, den in der IT gibt es immer viel zu tun und meist sind es – ihr ahnt es – Probleme. Darum bin ich sehr dankbar für das offene Ohr meines Chefs Sandro Stamm, der mit mir auch diese Herausforderung angegangen ist. Nun besprechen wir im BiLa auch ab und an meine DONE Liste, die mir ganz klar aufzeigt, was ich erreicht habe.
Drei Punkte, auf die ich besonders stolz bin, ist die erste Vertiefte Praktische Arbeit unseres Lernenden, die ich begleiten durfte und die er erfolgreich abschloss. Ein anderes Beispiel ist das positive Feedback von Mitarbeitenden betreffend der Zimbra/Outlook Migration. Und das Letzte ist, dass wir als Berufsbildungsteam beschlossen haben, den Zukunftstag nach den Leitlinien des Nationalen Zukunftstag zu gestalten – mit dem Fokus, insbesondere Mädchen für die Informatik zu begeistern.
Wenn dein Arbeitsstil ein Tier wäre, welches Tier wäre es und warum?
Ich mache Aufgaben gerne direkt, sobald ich sie erhalte, und arbeite auch ausdauernd an Dingen, die Konzentration oder Fleiss erfordern. Darum sehe ich mich als Biene: fleissig, strukturiert und immer unterwegs zwischen den Abteilungen.
Team & Unternehmenskultur bei amétiq

«Verantwortung beginnt für mich nicht bei Prozessen oder IT-Systemen, sondern bei uns selbst und dem Umgang mit unseren Mitmenschen.»
Maria Camenzind, ICT-Projektleiterin, Datenschutzberaterin
Wie ist dein Team bei amétiq? Was schätzt du besonders?
Wir teilen eine sehr ähnliche Arbeitsmoral, es sind alles fleissige, verantwortungsbewusste Menschen. Ich schätze die ehrliche Kommunikation, die gegenseitige Rücksichtnahme und den starken Zusammenhalt. Was mich besonders freut: Ich kann mich auf mein Team verlassen, und das nicht nur im eigenen Bereich, sondern auch bereichs- und firmenübergreifend. Auch mit unserem Infrastrukturpartner amétiq connect erlebe ich diesen Teamspirit immer wieder. Das macht für mich einen guten Arbeitsplatz aus.
Was schätzt du besonders an amétiq als Arbeitgeber?
Als ich zum ersten Mal von der Spendenaktion von amétiq hörte, war ich ehrlich gesagt beeindruckt. Für mich war sofort spürbar: Das ist kein Lippenbekenntnis, sondern ein gelebter Wert. «Improve + Inspire» bedeutet hier nicht nur, besser zu werden, sondern auch etwas zur Gesellschaft beizutragen. Ich finde es bemerkenswert, dass Mitarbeitende jedes Jahr die Möglichkeit haben, eigene Projekte einzubringen. Dieses Jahr stelle ich selbst ein Projekt vor – für mich ein starkes Zeichen, wie sehr Verantwortung bei amétiq wirklich gefördert wird.
Wenn du eine Superkraft im Büroalltag hättest, welche wäre es?
Momentan arbeite ich an einem Datenschutz-Vorprojekt – und manchmal wünsche ich mir, ich könnte einfach einen Mondstein berühren und mich augenblicklich in eine perfekte Mischung aus IT-Security-Profi und Datenschutzanwältin verwandeln. Mit dem passenden Fachwissen im Kopf, der richtigen Sprache auf der Zunge und einem inneren Kompass, der mich sicher durch jedes Gesetzeslabyrinth führt. Bis es so weit ist, bleibe ich dran – mit Lernwille und Humor.

